top of page

MFZK-Teams holen bei den Bundesfinals „Jugend trainiert für Paralympics“ Silber und Bronze

vor 10 Minuten
4 Min. Lesezeit
Stolzer Zweiter beim Herbst-Bundesfinale „Jugend trainiert für Paralympics“ 2026: die Schwimmerinnen und Schwimmer des MFZK Schwerin. Von links: Trainer Gunnar Müller, Hannah Spriewald, Leon Stenkamp, Charleen Grewe, Jannes Lüth, Darius Jung, Skadi-Elisabeth Glander, Hanna Kähler, Haro Hutschreuther, Betreuerin Heike Hutschreuther. Foto: MFZK
Stolzer Zweiter beim Herbst-Bundesfinale „Jugend trainiert für Paralympics“ 2026: die Schwimmerinnen und Schwimmer des MFZK Schwerin. Von links: Trainer Gunnar Müller, Hannah Spriewald, Leon Stenkamp, Charleen Grewe, Jannes Lüth, Darius Jung, Skadi-Elisabeth Glander, Hanna Kähler, Haro Hutschreuther, Betreuerin Heike Hutschreuther. Foto: MFZK

Von Peter Richter


Beide Teams des Mecklenburgischen Förderzentrums Schwerin haben es bei den Herbst-Bundesfinals „Jugend trainiert für Paralympics“ in Berlin abermals aufs Treppchen geschafft!


Die Schwimmerinnen und Schwimmer des MFZK (391 Punkte), die seit 2022 immer eine Medaille holten (Silber, Silber, Gold, Silber, Silber), wurden hinter dem Sonderpädagogischen Förderzentrum Potsdam (410) und vor dem Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (384) Zweiter.


Gunnar Müller: Gehören zu den besten Schwimm-Teams von Deutschland


„Wir sind glücklich, denn wir haben einmal mehr bewiesen, dass wir zu den besten Schwimm-Teams von Deutschland gehören“, konstatierte Trainer Gunnar Müller, der „überhaupt nicht damit gerechnet hatte, dass wir eine Medaille gewinnen, zumal uns mit Judith Pein, die bei der EM startete, und Michael Petre, der jetzt für Potsdam schwimmt, zwei Sportler mit großem Handikap nicht mehr die Punkte bringen konnten“.


Auch weil ein Teil seiner Mannschaft nicht regelmäßig trainierte, habe er sich durchaus in einer „angespannten Situation“ befunden, „doch dann entwickelte sich der Wettkampf doch recht positiv. Im Freistil und Brust wuchsen die Mädchen und Jungen mit wirklich tollen Resultaten über sich hinaus, und so lagen wir zu unserem Erstaunen zwischenzeitlich in der Gesamtwertung in Führung. Es war klar, Rücken ist nicht unsere Disziplin, dennoch wollten wir natürlich auch am Nachmittag unsere beste Leistung abrufen, und das war auch der Fall.“


Trotzdem zogen Potsdam und Berlin vorbei. Gunnar Müller: „Wir hatten uns mit Platz drei abgefunden, aber dann kam ein Lichtblick von oben, als wir hörten, dass die Berliner in der abschließenden Staffel durch einen Frühstart disqualifiziert wurden. Dadurch änderte sich noch mal die Situation, und wir rutschten noch auf Silber zwischen den großen paralympischen Stützpunkten.“


Für die besten Ergebnisse sorgten die Landeskader Hanna Kähler, Jannes Lüth und Haro Hutschreuther mit jeweils drei Bestzeiten und Einzel-Podestplätzen.


In der inklusiven Get-together-Staffel erkämpften je vier paralympische und olympische Schwimm-Talente des MFZK gemeinsam die Silbermedaille.


Großen Anteil am Erfolg der Schwimmerinnen und Schwimmer vom MFZK hat auch der PSV Schwerin mit Trainer Andreas „Sprotte“ Böttcher.

  

Para Schwimm-Team MFZK: Skadi-Elisabeth Glander, Darius Jung, Hannah Spriewald, Haro Hutschreuther, Charleen Grewe, Leon Stenkamp, Hanna Kähler, Jannes Lüth


Till Bamberg: Was die Mädels da abgezogen haben, war einfach Granate


Die Leichtathletinnen und Leichtathleten des MFZK (15 044 Punkte) brachten es wie 2025 hinter der Schule am Andreasried Erfurt (16 691) und der Bauhausschule Cottbus (15 050) erneut auf den dritten Platz.


Freude über Bronze bei „Jugend trainiert für Paralympics“ 2026 in Berlin bei den Leichtathletik-Talenten des MFZK Schwerin. Foto: MFZK
Freude über Bronze bei Jugend trainiert für Paralympics 2026 in Berlin bei den Leichtathletik-Talenten des MFZK Schwerin. Foto: MFZK

Am ersten Wettkampftag waren die U 14 und U 20 an der Reihe. Die vier Schweriner Talente machten ihre Sache trotz der katastrophalen Bedingungen (strömender Regen, glatte Bahn) sehr gut.


Der vorübergehende Platz sieben „war vorhersehbar und einkalkuliert. Die ganze Hoffnung lag auf den sechs Startern der U 17, die am Donnerstag an den Start gingen. Und was speziell die Mädels – Emma Krusikat, Janne Rabe und Jenny Reimers – da abgezogen haben, ich kann es nicht anders sagen, das war einfach Granate!“, freute sich Trainer Till Bamberg.


„Wir haben alle Läufe in der weiblichen Konkurrenz gewonnen und noch ein Herren-Rennen, vier von insgesamt sechs über 100 Meter, und in der Gesamtwertung wurde es knapper und knapper. Vor den 800-Meter-Läufen waren wir Vierter. Diese letzten Ergebnisse wurden diesmal nicht online gestellt, so dass erst bei der offiziellen Bekanntgabe klar war, wo man denn am Ende gelandet war. Und als wir dann unter den zwölf Mannschaften auch nicht für den vierten Platz aufgerufen wurden, sondern als Dritter, war der Jubel groß. Wir sind total glücklich, haben uns mega gefreut. Es war eine ganz tolle Leistung“, so Bamberg.


Wenn es einen ganz kleinen Wermutstropfen gibt, dann den, dass zu Silber „nur sechs poplige Punkte fehlten. Das bedeutet zum Beispiel einen Zentimeter weiter im Weitsprung“, erläutert Till Bamberg, der betont: „Meine Rechnung ist aufgegangen. Ich hatte das von vornherein gesagt, dass wir am zweiten Tag das Feld von hinten aufrollen, und das haben wir so stark gemacht, dass eigentlich alle so ein bisschen Bammel vor uns hatten.“


Jenny Reimers beißt sich nach Verletzung durch und erhält Förderpreis


Eine Extra-Erwähnung gebührt Jenny Reimers. Sie bekam vor ihrem 800-Meter-Lauf beim Warmmachen die Spikes einer anderen Sportlerin an der Hand ab. „Es war ein Riss zwischen Daumen und Zeigefinger, der mega geblutet hat. Jenny zog trotzdem durch und kämpfte. Nach anderthalb Runden blieb sie allerdings mit den Schuhen auf der Tartanbahn hängen, ist hingefallen, hat sich dabei aufgestützt mit der verletzten rechten Hand. Die Wunde ist wieder aufgegangen, doch sie lief unter Schmerzen durch bis ins Ziel“, schildert Till Bamberg die dramatischen Szenen.


Jenny Reimers: Auch bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften Ende Februar 2026 in Erfurt war sie ganz vorn dabei. Foto: Peter Richter
Jenny Reimers: Auch bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften Ende Februar 2026 in Erfurt war sie ganz vorn dabei. Foto: Peter Richter

Nach dem Wettkampf kehrte Jenny Reimers nach Schwerin zurück und erhielt dort bei der Sportlerehrung der Stadt einen Förderpreis.

 

Para Leichtathletik-Team MFZK: Jenny Reimers (holte mit 1936 die meisten Punkte für ihre Mannschaft), Emma Solvig Klingbiel-Warthun, Riley Erhard Lüdmann, Emma Krusikat, Janne Sophie Rabe, Hannah Ohlhöft, Jonas Fröming, Evan Mende, Sean Pascal Knoblich, Jannes Block

 
 
 

Kommentare


Adresse:
VBRS M-V e.V.
Kopernikusstraße 17 A
18057 Rostock
Tel:           
0381 / 72 17 51
E-Mail:
kontakt@vbrs-mv.de
  • Youtube
  • Facebook
  • Instagram

Kontakt aufnehmen

Vielen Dank!

bottom of page