top of page

VBRS-Geschäftsführer Reno Tiede blickt zurück auf das Jahr 2025 und voraus auf 2026

Rückblickend auf das Jahr 2025 und vorausschauend auf 2026 äußert sich für den Verband für Behinderten- und Rehasport Mecklenburg-Vorpommern (VBRS) dessen Geschäftsführer Reno Tiede. Der 35-Jährige ist seit 2019 beim VBRS tätig und übt seit 2023 seine jetzige Funktion aus. Das Gespräch wurde geführt von Andreas Fuchs.


Reno Tiede präsentiert eine Neuheit: Für die Landesmeisterschaften des VBRS wurden neue Medaillen in Form des Flächenumrisses des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern kreiert. Foto: Peter Richter
Reno Tiede präsentiert eine Neuheit: Für die Landesmeisterschaften des VBRS wurden neue Medaillen in Form des Flächenumrisses des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern kreiert. Foto: Peter Richter

 


Herr Tiede, wie würden Sie das Jahr 2025 aus Sicht des VBRS in Kürze zusammenfassen? 

Ich glaube, dass wir vielleicht sogar mit auf das erfolgreichste Jahr zurückblicken, seit ich im Verband tätig sein darf, und wir dürfen in ganz vielen verschiedenen Bereichen ein erfolgreiches Resümee ziehen, zum Beispiel in den Bereichen Nachwuchs-Leistungssport und Bildung/Lehre.

 

Mit dem Projekt Kindersport einen sehr wertvollen Grundstein gelegt


Wie lautet das Fazit in Sachen Para Leistungssport?

Wir haben eine tolle Entwicklung an Landes- und Bundeskadern, wenn man auch sagen muss, in der Spitze der Kaderstruktur merkt man einfach, dass um uns herum international die Professionalisierung weiter voranschreitet. Aber wir haben 2025 Maßnahmen ergriffen, die nachhaltig sind, die nicht mit einmaligen Veranstaltungen verpuffen, sondern wir legten gerade mit unserem Projekt Kindersport einen sehr wertvollen Grundstein und erzielten in Rostock als Modellregion ein wirklich sehr gutes Ergebnis. Diese Modellregion zeigt einfach das Potenzial dieses Projekts, und das wollen wir gern unter dem Namen „Para Youngstars“ 2026 ausbauen und in anderen Städten in MV implementieren, so dass wir auch in der Zukunft viele tolle Athleten hervorbringen können.

 

Lässt sich auch rein „ergebnistechnisch“ eine Bilanz ziehen?

Ja. Auch hier war es ein sehr erfolgreiches Jahr. Seien es unsere Rollstuhlfechter, die seit vielen Jahren mal wieder eine Medaille von einer Weltmeisterschaft mit nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht haben, sei es Lindy Ave, die nahtlos da weitermachte, wo sie bei den Paralympics 2024 aufhörte, und auch bei der WM 2025 wieder eine WM-Medaille errang. Im Goalball haben wir drei Spieler der Jugend-Europameister-Mannschaft gestellt, die von den VBRS-Trainern Mario Turloff und John Turloff betreut wurde. Bei den Männern (mit ihm selbst als Co-Trainer – d. A.) haben wir mit Deutschland EM-Bronze geholt und uns für die WM qualifiziert. Im Para Schwimmen schafften wir den Turnaround. Wir sind zwar zumindest in der Spitze nicht da, wo wir schon mal waren, aber können beispielsweise eine Silbermedaille für Judith Pein bei den Para Youth Games vorweisen. Also rundum tolle Ergebnisse!


Bereich Bildung/Lehre: Reno Tiede zieht den Hut vor seinem Team

 

Bitte kurz eine Einschätzung auch zum Bereich Bildung/Lehre.

Hier war es ein sehr intensives Jahr. Ich bin unserem Team hier beim VBRS sehr dankbar, dass wir unser Ausbildungsprogramm deutlich erhöhen konnten. Denn es ist nicht selbstverständlich, gerade in Krankheitsfällen das trotzdem als Team abzufangen und auszubauen. Davor ziehe ich den Hut.

 

Möchten Sie sich auch zu den Veranstaltungen des Verbandes äußern?

Ja, gern. Das Rostocker Sportfest der Vielfalt zum Beispiel, aber auch die Para Games waren wirklich große Erfolge, haben sich weiterentwickelt, sind wieder größer geworden, und die Ausrichtung unserer TalentTage zeigt, dass wir mit unserer Philosophie, Veranstaltungen nachhaltig zu verstehen, auf dem richtigen Weg sind.

 

Stichwort „Aufklärer“-Projekt...

Hier möchte ich auf keinen Fall unerwähnt lassen, dass wir durch die Unterstützung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte das Projekt konzeptionell erweitern konnten und so mit neuem Glanz und inhaltlich neu ausgerichtet bereit sind, möglichst viel Aufklärungsarbeit für den Sport mit Behinderung oder chronischer Erkrankung in MV zu leisten.

 

Sind Sie auch mit der Entwicklung im Rehasport zufrieden?

Ja, auf jeden Fall. Hier ist sehr erfreulich, dass wir eine gute Steigerung in unseren Angeboten erzielen konnten, zum Beispiel auch im Bereich Herzsport. Unser Rehasport erfreut sich seit Corona immer mehr Angeboten und Leistungsanbietern.


Start in das Jahr 2026 mit Ehrenamts-Fachtagung in Warnemünde

 

Das erste Highlight 2026 findet bereits im Januar statt.

Richtig. Wir führen am 22. Januar in der Sportschule Yachthafen in Warnemünde unsere Ehrenamts-Fachtagung durch, für die wir unsere ehrenamtlichen Fachbereichsleiter, unsere Projektbegleiter von den „Aufklärern“, die größten Rehasportvereine von MV und unser Lehrteam im Bereich Bildung und Lehre zusammenholen. Wir gehen mit ihnen in Workshops in den Fachaustausch und kommen anschließend bei Glühwein zusammen. 

 

Worauf freuen Sie sich im Jahr 2026 besonders?

Darauf, dass die Para Games (2. Mai in Rostock) hoffentlich wieder ein Stück wachsen, wir freuen uns auf das Rostocker Sportfest der Vielfalt am 19. September ebenso wie auf die MV-Spiele der Vielfalt am 20. Juni in Schwerin, die konzeptionell etwas umgebaut werden und wieder ein bisschen mehr wachsen sollen. Und für uns ist es ein großer Punkt, dass wir im Bereich der Athletenförderung weiter vorankommen und im Nachwuchssport für Kinder mit Behinderung die nächsten Schritte machen.

 

Digitalerer Service soll Vereinen und Ehrenamtlern das Leben leichter machen


Es gibt aber auch außersportliche Vorhaben...

Ja. Ein wichtiger Bestandteil im neuen Jahr ist, dass wir in unserer Geschäftsstelle digitaler, smarter werden. Der ganze Service soll Vereinen und Ehrenamtlern das Leben leichter machen. Das Thema Digitalisierung und Umstrukturierung im Bereich der Verwaltung soll 2026 auf alle Fälle ein Schwerpunkt sein, vor allem, um effizienter zu sein, aber vor allem auch, wie gesagt, um einen besseren Service für das Netzwerk des VBRS zu bieten.

 

 
 
 

Kommentare


Adresse:
VBRS M-V e.V.
Kopernikusstraße 17 A
18057 Rostock
 VBRS             0381 / 72 17 51
E-Mail:
kontakt@vbrs-mv.de
  • Youtube
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok

Kontakt aufnehmen

Vielen Dank!

bottom of page