Dimitrij Rout will „erst mal entspannt bleiben“, hat aber durchaus Medaillenambitionen
- henriettehannemann
- vor 11 Stunden
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Von Peter Richter
Am 11. und 12. Juli 2026 richtet der Verband für Behinderten- und Rehasport Mecklenburg-Vorpommern die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Rollstuhlfechten aus –
auch mit chancenreichen Lokalmatadoren...
Der gebürtige Kasache ordnet sein gesamtes Leben den Paralympics 2028 unter
Interview für die Social-Media-Kanäle des Verbandes für Behinderten- und Rehasport Mecklenburg-Vorpommern. Ostsee oder Trainingshalle?, fragt VBRS-Medienverantwortliche Kea Junker. Trainingshalle!, antwortet Dimitrij Rout wie aus der Pistole geschossen…
Natürlich: Trainieren statt Chillen, nach Möglichkeit sechsmal die Woche, was sonst. Der 41-jährige Rollstuhlfechter vom TuS Makkabi Rostock ordnet sein gesamtes Leben der erhofften Teilnahme an den Paralympics 2028 in Los Angeles unter. Saugt alles auf, nimmt alles mit, was ihm vielleicht weiterhelfen kann. Sogar zu einem Psychologen hat er sich begeben, „aber der hat gesagt, er kann mir nichts mehr beibringen“.
Dimitrij Rout, geboren 1985 in Kijewka (Kasachstan), kam als Elfjähriger mit seiner Familie nach Deutschland, lebt seitdem in Rostock und ist schon lange Deutscher. Er kam mit einer spastischen Lähmung zur Welt (infantile Zerebralparese). Dimitrij, der eine zwölfjährige Tochter hat, ist voll berufstätig und arbeitet als Personaldisponent bei der 5 A Personal GmbH. Große Dankbarkeit empfindet er gegenüber seinem Chef – Geschäftsführer Andreas Rohde, früherer Handball-Torwart bei Empor Rostock – „für sein stets großes Verständnis und Entgegenkommen“.
Seit er in der Kategorie B antritt, startet der Groß Kleiner durch
Im Februar 2025 wurde der Groß Kleiner neu klassifiziert, rückte von der Startklasse A in die B – und seitdem startet er durch, weist bereits internationale Erfolge auf.
Was hat er sich für die Deutschen Meisterschaften am 11./12. Juli 2026 im Hotel Neptun vorgenommen? „Die Abendgala. Das Essen“, schmunzelt der gebürtige Asiate, räumt dann jedoch auch Medaillenambitionen ein: „Aber erst mal entspannt bleiben. Hauptsache, es werden gute Gefechte.“ Am meisten die Daumen drücken im Bernsteinsaal wird ihm Freundin Nataliia.

„Am liebsten kämpft Dimitrij mit dem Säbel und Florett. Er ist so gut drauf, dass ich ihm realistisch zwei Medaillen zutraue“, meint Alexander Bondar, Landestrainer MV im VBRS und zugleich deutscher Bundestrainer, und fügt hinzu: „Ich würde sogar auch ein regionales Säbel-Finale nicht ausschließen zwischen ihm und Balwinder Cheema.“
Größte Erfolge von Dimitrij Rout
· Bronze mit dem deutschen Säbel-Team bei den Weltmeisterschaften 2025 in Iksan (Südkorea)
· Bronze Säbel Einzel beim Weltcup 2026 in Budapest
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