Deutsche Meisterschaften im Rollstuhlfechten: Die Jüngste ist die Meistbeschäftigte
- henriettehannemann
- vor 1 Tag
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Von Peter Richter
Am 11. und 12. Juli 2026 richtet der Verband für Behinderten- und Rehasport Mecklenburg-Vorpommern die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Rollstuhlfechten aus –
auch mit chancenreichen Lokalmatadoren...
Alea Wesemann kämpft in zwei Altersklassen und drei Disziplinen
Die Jüngste ist die Meistbeschäftigte bei den Deutschen Meisterschaften im Rollstuhlfechten am 11./12. Juli 2026 im Bernsteinsaal des Warnemünder Hotels Neptun: Alea Wesemann (12) geht sowohl im Nachwuchs (U 23/U 17) als auch bei den Damen an den Start, und das auch noch in allen drei Disziplinen: Säbel, Florett und Degen!
Aber die gebürtige Rostockerin ist es gewohnt – und noch dazu erfolgreich: Von den nationalen Titelkämpfen im April 2025 in Tauberbischofsheim kehrte sie mit sieben Medaillen heim, zweimal Silber und fünfmal Bronze.
Es liegt nahe, was sich die baldige Fünftklässlerin der Paul-Friedrich-Scheel-Schule für ihre Heim-Meisterschaften vorgenommen hat. „Auf jeden Fall ihr Bestes zu geben, wie sie es ja auch immer tut – das ist das A und O. Gold wäre natürlich ein Highlight, nachdem sie vor kurzem in Schwerin ja schon Landesmeisterin von Mecklenburg-Vorpommern bei den Frauen mit dem Degen geworden ist“, verrät quasi stellvertretend Mama Andrea.
Die erst Zwölfjährige bastelt und malt auch gern
Alea Wesemann, die in Lichtenhagen Dorf wohnt, ist mit einem Femurdefekt (Fehlbildung des linken Oberschenkelknochens) geboren worden, doch im Alltag merkt man ihr kaum an, dass sie eine Behinderung hat: Wo unter ihresgleichen was los ist, darf das aufgeweckte, meist fröhliche Mädchen nicht fehlen. Und wenn neben ihrem Sport mit dreimal Training die Woche noch Zeit bleibt, dann ist sie, so ihre Mutti, „sehr kreativ“, bastelt und malt gern.

Was das Fechten betrifft, kommt begünstigend dazu, dass das so „hochbegabte“ Mädel vom TuS Makkabi Rostock den besten Heimcoach hat, den man sich vorstellen kann. Denn Alexander „Sascha“ Bondar ist zugleich deutscher Bundestrainer. Und auch er traut, genau wie Mama Wesemann, Alea viel zu: „Im Nachwuchs hat sie eine sehr gute Chance, und bei den Erwachsenen hoffe ich wie letztes Jahr auf Bronze.“
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