Taktik, Tempo und Intuition: Goalball-EM in Rostock

19.12.2018

Am 8. Oktober 2019 wird die Stadthalle Rostock Schauplatz für die Europameisterschaft in einer der faszinierendsten Sportart der Welt - Goalball.

Logo Goalball EC 2019
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Vom 8. bis 13. Oktober 2019 spielen die je besten 10 Nationen der Männer und Frauen in der Rostocker Stadt Halle um die „2019 IBSA Goalball European Championships Group A in Rostock, Germany “. Am Abend des 8.10. wird die EM mit den Auftaktspielen der deutschen Teams feierlich eröffnet. Goalball ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Das belegt nicht zuletzt die hervorragende Entwicklung der deutschen Herren-Nationalmannschaft. Gelang 2016 nach der Qualifikation für die Paralympics erst auf den letzten Drücker der Sprung ins Viertelfinale, feierte das Team 2017 bei der Europameisterschaft und 2018 sogar bei der Weltmeisterschaft jeweils den Gewinn der Silbermedaille.

Doch was ist eigentlich Goalball? Bereits seit 1976 ist die Sportart paralympisch. Zwei Dreier-Teams spielen mit einem 1,25 Kilogramm schweren Klingelball auf neun Meter breite und 1,30 Meter hohe Tore, alle Spieler tragen dabei Dunkelbrillen. Es ist ein rasanter und temporeicher Sport. Die Bälle erreichen in der Spitze bis zu 80 km/h, Abwehr- und Angriffsaktionen wechseln sich ständig ab. „Das erfordert nicht nur gute Kondition und Reaktion, sondern auch Konzentration. Zudem ist Goalball geprägt von Taktik und Strategie, ein bisschen wie Schach“, erklärt Nationaltrainer Johannes Günther.

Viele Angriffsaktionen und Glanzparaden: Über 100 Torchancen auf beiden Seiten  

Dabei kommt es auf viele Details an: Wie positionieren sich die drei Akteure auf dem Feld, um das neun Meter breite Tor so gut es geht zu verteidigen? Wie spielt man den Ball, um die Lücke in der gegnerischen Abwehr zu treffen? Wohlgemerkt ohne etwas zu sehen. Besonders spektakulär wird Goalball durch die vielen Angriffsaktionen. In der effektiv 24-minütigen Spielzeit haben beide Mannschaften im Schnitt über 100 Würfe. Das sorgt für temporeiche Angriffe und Glanzparaden in Serie. „Wichtig ist es, das Spiel des Gegners lesen zu können. Was der Gegner an taktischen Manövern fährt und wie er auf die eigenen Spielzüge reagiert“, erklärt Rostocks Nationalspieler Reno Tiede.

Organisationsleiter und Athlet bei der Heim-EM: Doppelrolle mit ehrgeizigen Zielen

‘ „Goalball ist einfach ein faszinierender Sport“, betont Reno Tiede. Der Rostocker gehört zur Gattung der positiv Verrückten. Er brennt für den Sport, Goalball ist seine große Leidenschaft. Denn Tiede ist nicht nur Nationalspieler, sondern prägt auch die Strukturen — regional und bundesweit. Ab der kommenden Saison gibt es erstmals sogar eine 2. Bundesliga sowie seit 2014 den Ligapokal.  

2012 war er Gründer der Goalball-Bundesliga, zwei Jahre später rief er in seiner Heimat den Rostocker Goalballclub Hansa ins Leben und hat jetzt daran mitgewirkt, die Goalball-EM 2019 an die Ostsee zu holen und Organisationsleiter ist: Reno Tiede. „Wir wollen die beste Goalball-EM aller Zeiten auf die Beine stellen und neue Maßstäbe setzen“, erklärt der 28-Jährige ehrgeizig. Doch das ist nicht das einzige Ziel. Denn Reno Tiede ist ja darüber hinaus auch als Athlet aktiv - und was gäbe es schöneres, als beim Turnier in der Heimat den Titel zu gewinnen.

Die EM-Teams: (Reihenfolge der vergangenen A-EM + 3 Aufsteiger aus der B-EM 2018)  

Männer: Litauen, Deutschland, Belgien, Schweden, Türkei, Tschechien, Finnland, Ukraine, Griechenland, Spanien

Frauen: Russland, Türkei, Israel, Griechenland, Dänemark, Großbritannien, Deutschland, Ukraine, Finnland, Schweden

Der Link zum Download des Teasers https://1drv.ms/f/s! AoAeROdCXL-_nY0qpvFwW1EEFnxf9Q


 
 

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