Lotz-Lange wird Doppel-Vize-Weltmeisterin

13.11.2017

Bei den Weltmeisterschaften im Rollstuhlfechten hat Ulrike Lotz-Lange für zwei deutsche Medaillen gesorgt.

Siegerehrung im Florett, v.l.n.r.Ulrike Lotz-Lange, Ksenia Ovsyannikova (RUS), Nora Consuelo (ITA), Hannah Pashkova (UKR).
Siegerehrung im Florett, v.l.n.r.Ulrike Lotz-Lange, Ksenia Ovsyannikova (RUS), Nora Consuelo (ITA), Hannah Pashkova (UKR).

Sowohl mit dem Degen als auch mit dem Florett wurde die Lübeckerin erst im Finale von der Russin Ksenia Ovsyannikova gestoppt und sicherte sich jeweils Silber. Auch die anderen deutschen Starter überzeugten in Rom mit ihren WM-Auftritten.

Der Start von Ulrike Lotz-Lange bei den Weltmeisterschaften stand verletzungsbedingt lange zur Frage. Dementsprechend durchwachsen startete sie mit einer neuen Handorthese in die Vorrunde des Florettwettbewerbs der Kategorie C. „Schon im Viertelfinale konnte man aber sehen und spüren, dass hier noch Luft nach oben ist“, kommentierte Cheftrainer Alexander Bondar die Verfassung seiner Athletin. Unter den Top acht  gewann sie zunächst gegen die Italienerin Annamaria Soldera mit 15:4 und traf dann im Halbfinale auf die Ukraninerin Hannah Pashkova. In der Vorrunde entschied die Ukrainerin dieses Duell noch für sich, doch in einem intensiven Gefecht setzte Lotz-Lange sich dieses Mal knapp mit 15:14 durch und zog ins Finale ein. Im Finale hatte sie gegen die starke Russin Ksenia Ovsyannikova das Nachsehen und gewann Silber.  „Ich möchte die Erwartungen nicht zu hoch hängen, denn ich habe noch reichlich Trainings­rückstand“, gibt sich Lotz-Lange bescheiden, „aber meine Hauptwaffe kommt noch“.

Dieser Kampfansage kam sie im Degenwettbewerb nach. Dank einer blitzsauberen Vorrunde startete sie an Position eins gesetzte in die K.O-Runde. Im Viertelfinale fegte sie die chancenlose Annamaria Sodera mit 15:1 von der Bahn: „Wenn ich hier schon antrete, dann will ich auch gewinnen“, gab sich die Lübeckerin kämpferisch. Gegen Anna Galdilina aus Russland gewann sie knapp das Halbfinale und traf im Gefecht um den Titel, wie schon im Florettwettbewerb, auf Ksenia Ovsyannikova. Lotz-Lange fand erneut kein wirkungsvolles Rezept gegen die Russin und unterlag mit 8:15.

uch wenn sie gerne gewonnen und ihren Weltmeistertitel verteidigt hätte, zeigte Lotz-Lange sich realistisch. „So kurz nach der Hand-OP und mit so einem Trainingsrückstand bin ich glücklich Doppel-Vize-Weltmeisterin zu sein“, kommentiert sie ihr Abschneiden bei der WM und ergänzt „mein Trainer und die Teamkollegen haben mich sehr vor Ort unterstützt und auch alle Daheim-Gebliebenen haben mir die Daumen gedrückt“!

Aber auch die drei weiteren deutschen Starter überzeugten mit ihrem Auftreten in der italienischen Hauptstadt. Sylvi Tauber wurde im Säbelwettbewerb der Kategorie B erst im Viertelfinale von der Russin Irina Mischurova gestoppt und verpasste mit Rang fünf nur knapp eine WM-Medaille. Zuvor hatte sie eine überzeugende Vorrunde hingelegt und sich eine gute Ausgangsposition für die K.O-Runde erkämpft.  Mit dem Degen traf sie in der K.O-Runde auf die starke Ukrainerin Tatiana Pozniak, die sie auf Rang 13 verwies.

Balwinder Cheema startete mit seiner Zweitwaffe dem Degen in der Kategorie B in die Weltmeisterschaften. Nach einer gelungenen Vorrunde traf er in der K.O-Runde auf den Italiener Sarri Allessio.  Gegen den späteren Vize-Weltmeister unterlag Cheema und belegte Rang 21. Im Säbelwettbewerb legte er eine überzeugende Vorrunde hin. Beim Kampf um den Einzug unter die Top acht traf er auf keinen geringeren als den Paralympics-Sieger Adrian Castro aus Polen. Trotz eines guten Gefechts musste der Lübecker sich dem Polen geschlagen geben und landete auf Rang zwölf.

Der WM-Debütant Maurice Schmidt zeigte bereits in der Vorrunde des Säbelwettbewerbs der Kategorie A eine gute Performance und qualifizierte sich mit einem 15:9 Sieg gegen den Kanadier Roussel Ryan für die Direktausscheidung. Im Durchgang der letzten 16 traf  Schmidt dann auf den Bronzemedaillen-Gewinner von  Rio und späteren WM-Dritten, Ntounius Vasilieus aus Griechenland. Mit einem guten Gefecht zog sich der deutsche Säbelneuling aus der Affäre und belegt nach einer 9:15 Niederlage am Ende Platz elf. Im Degenwettbewerb musste sich der 18-Jährige vom SV Böblingen einem starken Teilnehmerfeld stellen. Schmidt erwischte  einen guten Start in die Vorrunde und startete nach einem ausgeglichenen Pool an Position vierzehn gesetzt in die Direktausscheidung. In der K.O-Runde besiegte er zunächst den Weißrussen Martym Kavalenia. Im Kampf um den Einzug unter die Top acht unterlag er Zainulabdeen Al-Madhkhoori aus dem Irak und belegte im Endklassement Rang 14.


 
 

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